Risszahlen

Risszahlen

Definitionen

Ein Riss definiert ein totes Tier, bei dem ein Rissbegutachter den Angriff eines großen Beutegreifers als primäre Todesursache festgestellt hat (auf welcher Basis liegt in seiner Kompetenz als Amtssachverständiger) und der Besitzer daraufhin vom Bundesland für das tote Tier entschädigt wurde.

Die Definition für ein verletztes Tier ist, dass der Rissbegutachter das Tier lebend angetroffen und untersucht/beprobt hat, es wird als verletztes Tier entschädigt oder vom Bundesland als solches zumindest registriert.

Versprengt/Abgängig sind Tiere, die nach Feststellung eines räumlich- und zeitlichen Zusammenhangs durch einen Rissbegutachter oder der zuständigen Behörde, durch das Bundesland entschädigt oder zumindest als solche registriert wurden.

 

Zahlen zu Nutztierrissen 2026

Die hier aufgeführten Risszahlen sind nicht tagesaktuell. Endgültige Zahlen können erst mit Anfang des Folgejahres nach Eingang aller Entschädigungsanträge in den Bundesländern mitgeteilt werden. Ob und in welcher Höhe eine Entschädigung erfolgt, ist in den einzelnen Bundesländern geregelt.

Anhand der Informationen der Sachverständigen der einzelnen Bundesländer erstellt das ÖZ die Risszahlen für ganz Österreich.

2026 wurden noch keine Rissereignisse gemeldet.

Bearbeitungsstand: Februar 2026
Datenquelle sind die jeweiligen Bundesländer.

 

Zahlen zu Nutztierrissen 2025

Bundesländer Gesamt

Abfrage: Februar 2026
Datenquelle sind die jeweiligen Bundesländer

Beutegreifer Nutztierart getötet verletzt vermisst
Wolf Schaf/Ziege 454 20 654
Rind 26 1 0
Gänse 23 0 0
Gatterwild 2 0 0
Alpaka 1 0 0
Bär Bienenstöcke 5 0 0
Schaf/Ziege 29 0 123
Rind 3 0 0
Pferd/Esel 4 0 0
Huhn 3 0 0
Goldschakal Schaf/Ziege 16 1 62
Luchs Schaf/Ziege 1 0 0
Gatterwild 3 0 0
Gesamt: 570 22 839

Nutztierisse 2025 nach Bundesländern sortiert als Download: OeZ_Risszahlen_2025_Bundesländer

Zahlen zu Nutztierrissen 2024

Bundesländer Gesamt

Abfrage: Februar 2025
Datenquelle sind die jeweiligen Bundesländer

Beutegreifer Nutztierart getötet verletzt vermisst
Wolf Schaf/Ziege 304 13 357
Rind 25 10 4
Pferd 1 2 0
Gatterwild 9 0 0
Alpaka 1 0 0
Bär Bienenstöcke 44
Schaf/Ziege 12 1 39
Rind 1 0 0
Huhn 5 0 0
Goldschakal Schaf 55 0 16
Gesamt: 457 26 416

Nutztierisse 2024 nach Bundesländern sortiert als Download: OeZ_Risszahlen_2024_Bundesländer

Zahlen zu Nutztierrissen 2023

Bundesländer Gesamt

Abfrage: Februar 2024
Datenquelle sind die jeweiligen Bundesländer

Beutegreifer Nutztierart getötet verletzt vermisst
Wolf Schaf/Ziege 460 27 607
Rind 20 0 4
Pferd 2 3 0
Gatterwild 5 0 0
Bär Schaf/Ziege 42 0 7




Goldschakal Schaf/Ziege 21 0 35
Gesamt
550 30 653

Nutztierisse 2023 nach Bundesländern sortiert als Download: ÖZ_Risszahlen_2023_Bundesländer

Zahlen zu Nutztierrissen 2022

Bundesländer Gesamt

Abfrage: Februar 2023
Datenquelle sind die jeweiligen Bundesländer

Beutegreifer Nutztierart getötet verletzt vermisst
Wolf Schaf/Ziege 782 67 920
Rind 9 2 0
Bär Schaf/Ziege 51 0 66
Rind 1 0 0

Bienenstock 1 0 0
Goldschakal Schaf/Ziege 13 1 10
Dammwild 4 0 0
Gesamt 861 70 996

Nutztierisse 2022 nach Bundesländern sortiert als Download: ÖZ_Risszahlen_2022_Bundesländer

Entwicklung der Nutztierverluste durch den Wolf, 2009–2024

Die in den Grafiken dargestellten Gesamtverluste (getötete, verletzte und vermisste/abgängige Nutztiere) basieren bis 2016 auf Monitoringdaten, ab 2017 auf Entschädigungsmeldungen der Bundesländer an das Österreichzentrum.

Bei niedrigem Wolfsbestand können individuelle Verhaltensunterschiede stark zum Tragen kommen. Einzelne Tiere können in einem begrenzten Zeitraum ihrer Anwesenheit viele Risse und so deutliche Spitzen in der Kurve verursachen.

Wie in anderen europäischen Ländern auch, sind Schafe die mit Abstand häufigsten Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere. Ziegen sind ähnlich gefährdet, aber viel seltener auf Weiden anzutreffen. Diese beiden werden nachfolgend gemeinsam dargestellt, da Ziegen nicht jedes Jahr und dann nur in sehr geringer Zahl betroffen sind. Größere, wehrhaftere Weidetiere wie Rinder und Pferde werden weitaus seltener angegriffen. Jungtiere sind bei den letzten beiden Arten eher gefährdet, aber auch erwachsene Rinder wurden in Österreich von einem Einzelwolf schon gerissen.