Grundlagen: Kulturlandschaft

Kultur und Landschaft

Der Mensch im Spiegel seiner Umwelt


Landschaft

Landschaft kann nach der Herkunft des Wortes als gestalteter Raum außerhalb von Siedlungen definiert werden, sie bildet das Bindeglied zwischen Natur und Kultur. Kulturlandschaft entsteht, wenn der Mensch mit unterschiedlichen Zielen die Landschaft entsprechend ihrer natürlichen Gegebenheiten und Vorgängen über einen längeren Zeitraum nutzt. Die Landschaft erfüllt nur so notwendige Funktionen und erbringt für den Menschen dann die gewünschten Leistungen.

Eine Kulturlandschaft baut auf der Natur auf, wird vom Menschen geprägt und über gemeinschaftliche Regeln gesteuert (Ökologie - Wirtschaft - Soziologie). Nur über das Zusammenspiel aller dieser Teile wird aus Natur eine Kulturlandschaft.

Eine alpine Kulturlandschaft, geprägt von Natur und Kulturnahme durch den Menschen
Eine alpine Kulturlandschaft, geprägt von Natur und Kulturnahme durch den Menschen

So verschieden Menschen und ihre Ziele sind, so unterschiedlich und komplex stellt sich eine Kulturlandschaft dar und ist dadurch auch durch permanente Änderungen in einzelnen Bereichen und Anpassungen charakterisiert. Wirtschaftliches Handeln (Nutzung) bringt vielfältige Güter und Dienstleistungen hervor und so können verschiedene Ziele gleichzeitig erreicht werden. Entwicklung, Veränderung und Anpassung sind jedoch dafür die notwendigen Voraussetzungen für den Erhalt dieses Gesamtsystems und damit unserer Kulturlandschaft.

Will man mögliche Änderungen in einer Landschaft und den ablaufenden Wechselbeziehungen aller Akteure verstehen und beurteilen, stehen folgende Fragen am Anfang aller Überlegungen:

  1. Wie sah die Entwicklung bis zum Heute aus, wie wurde die Landschaft zu dem was es ist?
  2. Wie funktioniert sie heute?
  3. Wie wird sie sich in Zukunft ändern?